Quark-Grieß-Auflauf: Das Soulfood aus Omas Küche, das auch Low-Carb-Fans überzeugt

Quark-Grieß-Auflauf: Das Soulfood aus Omas Küche, das auch Low-Carb-Fans überzeugt

In deutschen Küchen erlebt ein Klassiker sein Comeback: der Quark-Grieß-Auflauf. Dieses traditionelle Gericht aus Großmutters Zeiten vereint cremigen Quark mit zartem Grieß zu einer Komposition, die Kindheitserinnerungen weckt. Was viele überrascht: dieser nostalgische Auflauf passt perfekt in moderne Ernährungskonzepte. Mit seinem hohen Proteingehalt und moderatem Kohlenhydratanteil überzeugt er selbst ernährungsbewusste Genießer. Die Zubereitung erfordert keine Profikenntnisse, und das Ergebnis begeistert die ganze Familie. Warm serviert mit einer leichten Vanillesauce oder frischen Beeren wird dieser Auflauf zum kulinarischen Highlight.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Auflaufform

Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Eine rechteckige Auflaufform von etwa 20 x 30 cm gründlich mit weicher Butter einfetten. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich der fertige Auflauf später leicht aus der Form lösen lässt. Die Form beiseite stellen.

2. Trennung der Eier

Die vier Eier vorsichtig trennen. Das Eigelb kommt in eine große Rührschüssel, das Eiweiß in eine separate, absolut fettfreie Schüssel. Achtet darauf, dass kein Eigelb ins Eiweiß gelangt, sonst lässt sich der Eischnee später nicht steif schlagen. Eischnee: aufgeschlagenes Eiweiß, das durch Lufteinschlag fest und voluminös wird.

3. Zubereitung der Quarkmasse

Zum Eigelb den Magerquark, 60 g Zucker, den Vanilleextrakt und die abgeriebene Zitronenschale geben. Mit dem Handrührgerät alles etwa 2 Minuten cremig rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Die Zitronenschale verleiht dem Auflauf eine frische Note, die perfekt mit der Cremigkeit des Quarks harmoniert.

4. Einarbeiten von Grieß und Milch

Die Milch in einem kleinen Topf leicht erwärmen, aber nicht kochen lassen. Den Grieß langsam in die Quarkmasse einrühren, dann die warme Milch und das Backpulver hinzufügen. Alles gut vermischen. Der Grieß quillt während des Backens auf und sorgt für die charakteristische Konsistenz.

5. Schlagen des Eischnees

Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Sobald es anfängt fest zu werden, die restlichen 20 g Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt und feste Spitzen bildet. Der Eischnee macht den Auflauf später besonders luftig und locker.

6. Verbinden der Massen

Etwa ein Drittel des Eischnees zur Quarkmasse geben und vorsichtig unterrühren. Dies lockert die Masse auf. Dann den restlichen Eischnee mit einem Teigschaber in großen, hebenden Bewegungen unterheben. Nicht zu lange rühren, sonst fällt der Eischnee zusammen und der Auflauf wird kompakt statt luftig.

7. Backen des Auflaufs

Die Masse in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene etwa 45 Minuten backen. Der Auflauf ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Masse beim Einstechen mit einem Holzstäbchen nicht mehr klebt. In den letzten 10 Minuten die Temperatur eventuell auf 160 Grad reduzieren, falls die Oberfläche zu dunkel wird.

8. Abkühlen und servieren

Den fertigen Auflauf aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Er fällt beim Abkühlen leicht zusammen, das ist völlig normal. Mit Puderzucker bestäuben und noch warm servieren. Der Auflauf schmeckt am besten, wenn er innen noch leicht cremig ist.

Martijn

Tipp vom Chefkoch

Für eine low-carb-Variante kann der Grieß durch gemahlene Mandeln ersetzt werden. Verwendet dann 80 g Mandelmehl statt 100 g Grieß. Der Auflauf wird dadurch etwas nussiger im Geschmack, bleibt aber genauso saftig. Wer es fruchtiger mag, kann gefrorene Beeren direkt in die Masse einarbeiten, ohne sie vorher aufzutauen. Sie geben beim Backen ihren Saft ab und sorgen für fruchtige Überraschungen.

Passende Getränke zum Quark-Grieß-Auflauf

Zu diesem traditionellen Dessert passen leichte, nicht zu süße Getränke. Ein klassischer schwarzer Kaffee oder Espresso bildet einen schönen Kontrast zur Cremigkeit des Auflaufs. Wer es lieber alkoholisch mag, kann einen süßen Riesling oder einen Moscato d’Asti servieren. Deren fruchtige Süße harmoniert perfekt mit der Vanille- und Zitronennote. Für Kinder eignet sich ein warmer Kakao oder ein Glas kalte Milch hervorragend.

Zusätzliche Info

Der Quark-Grieß-Auflauf gehört zur traditionellen deutschen Hausmannskost und wurde bereits in den 1950er Jahren in Kochbüchern erwähnt. In der DDR war er unter dem Namen Quarkauflauf besonders beliebt, da die Zutaten erschwinglich und meist vorrätig waren. Das Gericht vereint zwei Grundnahrungsmittel der deutschen Küche: Quark und Grieß. Quark liefert hochwertiges Protein und Calcium, während Grieß als schnell zubereitbare Getreideform Energie spendet. Die Kombination macht satt, ohne schwer im Magen zu liegen. In Zeiten, als Lebensmittel rationiert waren, bot dieser Auflauf eine nahrhafte Mahlzeit für die ganze Familie. Heute erlebt er eine Renaissance, weil er sich perfekt in moderne Ernährungskonzepte einfügt: mit etwa 15 g Protein pro Portion und moderatem Zuckergehalt passt er zu proteinreichen Diäten.

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