Empanadas aus dem Airfryer: Goldbraun gefüllt und knusprig in 10 Minuten

Empanadas aus dem Airfryer: Goldbraun gefüllt und knusprig in 10 Minuten

Die südamerikanische Küche erobert deutsche Haushalte, und die Empanada steht dabei an vorderster Front. Diese gefüllten Teigtaschen, traditionell aus Argentinien und Chile stammend, haben sich weltweit einen Namen gemacht. Dank moderner Küchengeräte wie dem Airfryer lassen sich diese knusprigen Köstlichkeiten nun in rekordverdächtigen zehn Minuten zubereiten. Während klassische Zubereitungsmethoden aufwendiges Frittieren oder langes Backen erfordern, revolutioniert die Heißluftfritteuse diesen Prozess. Das Ergebnis überzeugt: goldbraun, knusprig und saftig gefüllt. Die Zeitersparnis macht diese Methode besonders attraktiv für berufstätige Menschen oder spontane Gästebesuche. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mit wenigen Handgriffen und cleverer Technik authentische Empanadas zaubern, die geschmacklich ihren frittierten Verwandten in nichts nachstehen.

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Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. Füllung vorbereiten

Das gefrorene Rinderhackfleisch in einer Pfanne bei mittlerer Hitze auftauen und anbraten. Dabei mit einem Kochlöffel zerkleinern, bis es krümelig wird. Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, geräuchertes Paprikapulver und Kreuzkümmel hinzufügen. Diese Gewürzmischung sorgt für den charakteristischen südamerikanischen Geschmack. Das Tomatenmark einrühren und alles etwa fünf Minuten köcheln lassen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Die Mischung sollte leicht feucht, aber nicht suppig sein.

2. Zusätzliche Zutaten einarbeiten

Die hart gekochten Eier in kleine Würfel schneiden. Die grünen Oliven abtropfen lassen und ebenfalls klein schneiden. Rosinen hinzufügen – diese bringen eine leichte Süße, die typisch für argentinische Empanadas ist. Alle Zutaten unter das Hackfleisch mischen und die Füllung vollständig abkühlen lassen. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Teig beim Befüllen nicht aufweicht.

3. Teigscheiben vorbereiten

Die fertigen Empanada-Teigscheiben aus der Verpackung nehmen und bei Raumtemperatur etwa fünf Minuten ruhen lassen. Sie sollten biegsam, aber nicht zu warm sein. Falls die Scheiben zu kalt sind, brechen sie beim Falten. Falls zu warm, kleben sie zusammen. Die ideale Konsistenz erkennen Sie daran, dass sich der Teig leicht biegen lässt, ohne Risse zu bilden.

4. Empanadas formen

Etwa zwei Esslöffel Füllung in die Mitte jeder Teigscheibe geben. Achten Sie darauf, nicht zu viel Füllung zu verwenden, sonst lassen sich die Taschen nicht richtig verschließen. Den Teig zur Hälfte über die Füllung klappen, sodass eine Halbmondform entsteht. Die Ränder fest zusammendrücken. Für eine traditionelle Optik können Sie den Rand mit einer Gabel andrücken oder die klassische Repulgue-Technik anwenden – dabei wird der Rand in kleinen Falten gedreht, was nicht nur dekorativ aussieht, sondern auch für besseren Verschluss sorgt.

5. Airfryer vorheizen

Den Airfryer auf 180 Grad Celsius vorheizen. Dieser Schritt dauert etwa drei Minuten und ist entscheidend für gleichmäßige Bräunung. Während des Vorheizens die geformten Empanadas mit Olivenöl-Spray leicht besprühen. Das Öl sorgt für die goldbraune, knusprige Oberfläche, die wir anstreben. Ohne Öl würden die Teigtaschen trocken und blass bleiben.

6. Im Airfryer garen

Die Empanadas nebeneinander in den Korb des Airfryers legen. Wichtig ist, dass sie sich nicht berühren, damit die Heißluft zirkulieren kann. Je nach Größe Ihres Geräts müssen Sie eventuell in zwei Durchgängen arbeiten. Bei 180 Grad Celsius etwa acht bis zehn Minuten backen. Nach fünf Minuten einmal wenden, damit beide Seiten gleichmäßig goldbraun werden. Die Empanadas sind fertig, wenn sie eine appetitliche goldene Farbe haben und sich knusprig anfühlen.

7. Ruhen lassen und servieren

Die fertigen Empanadas aus dem Airfryer nehmen und zwei bis drei Minuten ruhen lassen. Dieser Schritt wird oft unterschätzt, ist aber wichtig: Die Füllung ist extrem heiß und muss etwas abkühlen, damit Sie sich nicht verbrennen. Außerdem setzt sich die Füllung in dieser Zeit und läuft beim Anbeißen nicht sofort heraus. Auf einem Servierteller arrangieren und nach Wunsch mit frischen Kräutern garnieren.

Martijn

Tipp vom Chefkoch

Temperaturkontrolle ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn Ihre Empanadas zu dunkel werden, reduzieren Sie die Temperatur auf 170 Grad und verlängern Sie die Garzeit um zwei Minuten. Verschiedene Airfryer-Modelle arbeiten unterschiedlich intensiv. Notieren Sie sich beim ersten Mal die perfekte Einstellung für Ihr Gerät. Ein Profi-Tipp: Bestreichen Sie die Empanadas nach dem Backen mit etwas geschmolzener Butter – das verstärkt den Glanz und den Geschmack. Für eine vegetarische Variante ersetzen Sie das Hackfleisch durch gekochte Linsen oder Schwarze Bohnen aus der Dose. Die Gewürzmischung bleibt dieselbe. Übrig gebliebene Füllung lässt sich hervorragend einfrieren und für die nächste Empanada-Session verwenden. Bewahren Sie ungekochte, bereits gefüllte Empanadas auf einem mit Backpapier ausgelegten Teller im Gefrierschrank auf. So haben Sie immer einen Vorrat für spontane Gäste. Aus dem gefrorenen Zustand benötigen sie nur zwei bis drei Minuten länger im Airfryer.

Weinbegleitung für südamerikanische Teigtaschen

Zu den herzhaften Empanadas passt ein argentinischer Malbec ausgezeichnet – schließlich stammen beide aus derselben kulinarischen Tradition. Dieser kraftvolle Rotwein mit seinen Aromen von dunklen Beeren und leichten Gewürznoten harmoniert perfekt mit dem würzigen Hackfleisch und den Oliven. Alternativ empfiehlt sich ein chilenischer Carmenère, der durch seine samtigen Tannine und Pfeffernoten die Gewürze der Füllung unterstreicht. Für Weißweinliebhaber bietet sich ein argentinischer Torrontés an – seine blumigen Noten und die leichte Frische bilden einen interessanten Kontrast zur reichhaltigen Füllung. Wer alkoholfreie Optionen bevorzugt, sollte zu einem Mate-Tee greifen, dem traditionellen südamerikanischen Getränk, oder zu einem frisch gepressten Limonensaft mit Minze, der die Geschmacksnerven zwischen den einzelnen Empanadas erfrischt.

Zusätzliche Info

Die Empanada hat eine faszinierende Geschichte, die bis ins mittelalterliche Spanien zurückreicht. Spanische Eroberer brachten das Konzept gefüllter Teigtaschen nach Südamerika, wo es von den lokalen Bevölkerungen adaptiert und verfeinert wurde. Jedes Land entwickelte seine eigenen Varianten: In Argentinien sind Empanadas oft mit Rindfleisch, Oliven und hart gekochten Eiern gefüllt, während chilenische Versionen häufig Pino enthalten – eine Mischung aus Hackfleisch, Zwiebeln, Rosinen und Oliven. Kolumbianische Empanadas werden traditionell aus Maismehl hergestellt und sind kleiner. Der Name stammt vom spanischen Verb empanar, was so viel bedeutet wie „in Brot hüllen“ oder „mit Teig umhüllen“. In Argentinien gibt es sogar regionale Unterschiede: Empanadas aus Tucumán sind kleiner und werden traditionell frittiert, während die aus Córdoba größer sind und im Ofen gebacken werden. Die Verwendung des Airfryers ist eine moderne Innovation, die die traditionelle Zubereitung revolutioniert hat, ohne Kompromisse beim Geschmack einzugehen.

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