Die japanische Küche erobert deutsche Haushalte, und Gyoza stehen dabei ganz vorn auf der Beliebtheitsskala. Diese gefüllten Teigtaschen, traditionell in der Pfanne gebraten, lassen sich im Airfryer (Heißluftfritteuse) besonders einfach und fettarm zubereiten. Ohne ständiges Wenden und mit minimalem Ölverbrauch entstehen knusprige Teigtaschen mit saftigem Innenleben. Die moderne Zubereitungsmethode spart nicht nur Zeit, sondern garantiert auch gleichmäßig gebräunte Ergebnisse. Perfekt für alle, die authentische asiatische Aromen schätzen, aber auf aufwendiges Braten verzichten möchten. Der Airfryer macht aus der traditionellen Zubereitung ein unkompliziertes Alltagsgericht, das sowohl als Vorspeise als auch als Hauptmahlzeit überzeugt.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Füllung vorbereiten
Den Chinakohl sehr fein hacken und in ein sauberes Küchentuch geben. Das Tuch fest zusammendrehen und so viel Flüssigkeit wie möglich aus dem Kohl pressen. Dieser Schritt ist entscheidend, damit die Füllung nicht zu wässrig wird. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein hacken. In einer großen Schüssel das Hackfleisch mit dem ausgepressten Chinakohl, den Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer vermischen. Sojasauce, Sesamöl, Reisessig, Speisestärke, Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles gründlich mit den Händen durchkneten, bis eine homogene Masse entsteht. Die Stärke bindet überschüssige Feuchtigkeit und sorgt für die richtige Konsistenz.
2. Gyoza formen
Die Gyoza-Teigblätter aus der Verpackung nehmen und mit einem feuchten Tuch abdecken, damit sie nicht austrocknen. Ein Teigblatt auf die Handfläche legen und etwa einen Teelöffel Füllung in die Mitte geben. Nicht zu viel Füllung verwenden, sonst lassen sich die Teigtaschen nicht richtig verschließen. Den Rand des Teigblatts mit etwas Wasser befeuchten. Das Teigblatt zur Hälfte zusammenklappen und den Rand fest zusammendrücken. Für die traditionelle Form kleine Falten in den Teig drücken, indem man den vorderen Rand in 5-6 Falten legt. Die Gyoza sollten eine Halbmondform haben und aufrecht stehen können. Den Vorgang mit allen Teigblättern wiederholen.
3. Airfryer vorbereiten
Den Airfryer auf 180 Grad vorheizen. Das Vorheizen garantiert eine gleichmäßige Garung von Beginn an. Den Korb des Airfryers dünn mit Pflanzenöl bepinseln oder mit Backpapier auslegen, das für Heißluftfritteusen geeignet ist. Wichtig: Das Papier sollte Löcher haben, damit die Luft zirkulieren kann. Die geformten Gyoza nebeneinander in den Korb setzen, dabei darauf achten, dass sie sich nicht berühren. So wird jede Teigtasche rundum knusprig. Die Oberseiten der Gyoza mit einem Pinsel dünn mit Öl bestreichen.
4. Im Airfryer garen
Die Gyoza bei 180 Grad für 8 Minuten garen. Nach dieser Zeit den Korb herausziehen und die Teigtaschen vorsichtig wenden. Beim Wenden behutsam vorgehen, damit die Gyoza nicht aufplatzen. Die Oberseiten erneut leicht mit Öl bestreichen. Weitere 4 Minuten bei gleicher Temperatur garen, bis die Gyoza goldbraun und knusprig sind. Die genaue Garzeit kann je nach Airfryer-Modell leicht variieren. Die Gyoza sollten an allen Seiten eine schöne Bräunung aufweisen. Aus dem Airfryer nehmen und sofort servieren.
5. Dipping-Sauce zubereiten
Während die Gyoza garen, die klassische Dipping-Sauce anrühren. Dafür 3 Esslöffel Sojasauce mit 1 Esslöffel Reisessig, 1 Teelöffel Sesamöl und einer Prise Chiliflocken vermischen. Optional fein geschnittene Frühlingszwiebeln und geröstete Sesamkörner hinzufügen. Die Sauce in kleine Schälchen füllen. Diese Mischung unterstreicht den umami-reichen (herzhaft-würzigen) Geschmack der Gyoza perfekt und gehört zur authentischen Servierweise unbedingt dazu.
Tipp vom Chefkoch
Gyoza auf Vorrat: ungegarte Gyoza lassen sich hervorragend einfrieren. Dafür die geformten Teigtaschen auf einem mit Backpapier ausgelegten Tablett einzeln einfrieren, dann in einen Gefrierbeutel umfüllen. So kleben sie nicht zusammen. Aus dem Gefrierfach können sie direkt in den Airfryer, benötigen dann aber 2-3 Minuten längere Garzeit. Diese Methode spart enorm Zeit an stressigen Tagen.
Die Temperatur des Airfryers nicht zu hoch einstellen, sonst verbrennen die Gyoza außen, bevor die Füllung durchgegart ist. 180 Grad sind optimal für knusprige Ergebnisse mit saftigem Kern.
Wer keine Gyoza-Teigblätter findet, kann notfalls Wan-Tan-Teig verwenden. Die Form wird dann etwas anders, aber das Ergebnis bleibt köstlich. Selbstgemachter Teig ist ebenfalls möglich, erfordert aber deutlich mehr Zeit und Übung.
Passende Getränke zu Gyoza
Zu knusprigen Gyoza harmoniert japanisches Bier wie Asahi oder Sapporo ausgezeichnet. Die leichte Hopfennote und die dezente Süße dieser Biere ergänzen die würzige Füllung perfekt. Alternativ passt ein trockener Sake, der bei Raumtemperatur oder leicht gekühlt serviert wird. Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein frischer Riesling oder ein Grauburgunder, deren Säure die Fettigkeit des Hackfleischs ausgleicht. Auch grüner Tee, insbesondere Sencha, ist eine traditionelle und erfrischende Begleitung, die den Gaumen zwischen den einzelnen Gyoza reinigt. Wer es alkoholfrei mag, greift zu japanischem Ramune-Limonade oder einem spritzigen Ingwer-Zitronengras-Tee.
Zusätzliche Info
Gyoza stammen ursprünglich aus China, wo sie als Jiaozi bekannt sind. Im 19. Jahrhundert gelangten sie nach Japan und wurden dort zu einem festen Bestandteil der Alltagsküche. In Japan werden Gyoza traditionell als Beilage zu Ramen serviert oder als eigenständiges Gericht mit Reis und eingelegtem Gemüse. Die japanische Variante unterscheidet sich von der chinesischen durch dünneren Teig und eine stärkere Knoblauch-Note in der Füllung. In der Stadt Utsunomiya, nordöstlich von Tokio, gibt es sogar ein jährliches Gyoza-Festival, das die Bedeutung dieser Teigtaschen in der japanischen Esskultur unterstreicht. Die Zubereitung im Airfryer ist eine moderne Interpretation, die den traditionellen Geschmack bewahrt, aber die Zubereitung vereinfacht und gesünder macht. Klassischerweise werden Gyoza in einer beschichteten Pfanne angebraten und dann mit Wasser abgelöscht, wodurch sie gleichzeitig knusprig und gedämpft werden – eine Technik namens Yaki-Gyoza.



