Auberginen-Schnitzel aus dem Airfryer, knusprig paniert und vegan in 10 Minuten

Auberginen-Schnitzel aus dem Airfryer, knusprig paniert und vegan in 10 Minuten

Die vegane Küche erlebt derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung, und immer mehr Menschen entdecken die Vielfalt pflanzlicher Gerichte. Besonders beliebt sind dabei Klassiker in neuem Gewand, wie etwa das knusprige Auberginen-Schnitzel aus dem Airfryer. Diese moderne Interpretation des traditionellen panierten Schnitzels überzeugt nicht nur durch ihren außergewöhnlich knusprigen Biss, sondern auch durch die deutlich gesündere Zubereitungsart mit minimalem Ölverbrauch. Die Aubergine, botanisch gesehen eine Beere, eignet sich hervorragend als Fleischersatz, da ihre feste Struktur und ihr mildes Aroma perfekt mit der würzigen Panade harmonieren. In nur 10 Minuten Zubereitungszeit entsteht ein Restaurant-würdiges Gericht, das selbst überzeugte Fleischesser begeistert. Der Airfryer, auch Heißluftfritteuse genannt – ein Küchengerät, das mit heißer Luft arbeitet und so knusprige Ergebnisse ohne Frittieren erzielt, revolutioniert dabei die Art und Weise, wie wir panierte Speisen zubereiten. Das Ergebnis ist ein goldbraunes, knuspriges Schnitzel, das außen kross und innen herrlich zart ist, während es gleichzeitig deutlich weniger Fett enthält als sein traditionelles Pendant.

10

12

facile

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Wasche die Auberginen gründlich unter fließendem Wasser und tupfe sie mit Küchenpapier trocken. Schneide dann die Enden ab und schneide jede Aubergine in etwa 1 cm dicke Scheiben. Du solltest pro Aubergine etwa 4 bis 5 schöne Scheiben erhalten. Achte darauf, dass die Scheiben gleichmäßig dick sind, damit sie später gleichmäßig garen.

2.

Bereite nun deine drei Panierstationen vor. In die erste Schüssel gibst du das Mehl zusammen mit einer Prise Salz und Pfeffer. In die zweite Schüssel rührst du den Pflanzendrink mit dem Kichererbsenmehl glatt – das Kichererbsenmehl wirkt dabei als Bindemittel, das die Panade besser haften lässt. In die dritte Schüssel gibst du das Paniermehl vermischt mit Paprikapulver, Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer. Vermische alles gut, damit die Gewürze gleichmäßig verteilt sind.

3.

Jetzt beginnt der Paniervorgang: Nimm eine Auberginenscheibe und wende sie zuerst gründlich im Mehl, sodass beide Seiten komplett bedeckt sind. Klopfe überschüssiges Mehl leicht ab. Tauche die Scheibe dann in die Pflanzendrink-Mischung und lasse kurz überschüssige Flüssigkeit abtropfen. Zum Schluss wendest du die Scheibe im gewürzten Paniermehl und drückst die Panade leicht an, damit sie gut haftet. Lege die panierte Scheibe auf einen Teller und wiederhole den Vorgang mit allen Auberginenscheiben.

4.

Heize deinen Airfryer auf 200 Grad vor. Das Vorheizen – das Aufwärmen des Geräts auf die gewünschte Temperatur vor dem eigentlichen Garen – dauert etwa 3 Minuten und ist wichtig für ein gleichmäßiges Ergebnis. Während der Airfryer vorheizt, besprühst du die panierten Auberginenscheiben leicht mit Olivenöl-Spray. Das sorgt für die gewünschte goldbraune Farbe und extra Knusprigkeit.

5.

Lege die panierten Auberginenscheiben in den vorgeheizten Airfryer-Korb. Achte darauf, dass sie sich nicht überlappen, sondern nebeneinander liegen, damit die heiße Luft von allen Seiten zirkulieren kann. Je nach Größe deines Airfryers musst du eventuell in zwei Durchgängen arbeiten. Gare die Schnitzel bei 200 Grad für 6 Minuten.

6.

Nach 6 Minuten öffnest du vorsichtig den Airfryer und wendest die Schnitzel mit einer Zange oder einem Pfannenwender. Besprühe die zweite Seite ebenfalls leicht mit Olivenöl-Spray und gare die Schnitzel weitere 6 Minuten, bis sie von beiden Seiten goldbraun und knusprig sind. Die Aubergine sollte innen weich und zart sein, während die Panade außen schön kross ist.

7.

Nimm die fertigen Auberginen-Schnitzel aus dem Airfryer und lasse sie auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller etwa 1 Minute ruhen. Das überschüssige Öl wird dabei aufgesogen. Serviere die Schnitzel sofort, solange sie noch heiß und knusprig sind, mit einem Spritzer Zitrone oder deiner Lieblingssauce.

Martijn

Tipp vom Chefkoch

Ein wichtiger Tipp für besonders knusprige Schnitzel: besprühe die panierten Auberginenscheiben wirklich nur leicht mit Öl – zu viel Öl macht die Panade matschig statt knusprig. Falls du kein Olivenöl-Spray hast, kannst du auch mit einem Backpinsel etwas Öl dünn auftragen. Für eine noch würzigere Variante kannst du der Paniermehl-Mischung getrocknete italienische Kräuter wie Oregano, Basilikum oder Thymian hinzufügen. Wenn deine Auberginen besonders bitter schmecken sollten, kannst du die Scheiben vor dem Panieren etwa 15 Minuten mit Salz bestreuen und dann abspülen – das Aussalzen entzieht den Bitterstoffen. Die Schnitzel schmecken am besten frisch aus dem Airfryer, aber du kannst sie auch vorbereiten und vor dem Servieren nochmals 2 bis 3 Minuten aufbacken.

Die perfekte Getränkebegleitung zum Auberginen-Schnitzel

Zu diesem knusprigen veganen Schnitzel empfiehlt sich ein frischer, leichter Weißwein mit guter Säurestruktur, der die würzige Panade und die milde Aubergine perfekt ergänzt. Ein trockener Grauburgunder aus Deutschland oder ein italienischer Pinot Grigio harmonieren hervorragend mit der mediterranen Note des Gerichts. Wer lieber alkoholfreie Alternativen bevorzugt, kann zu einem gekühlten Zitronenwasser mit frischer Minze greifen oder einen hausgemachten Eistee mit Zitrone servieren. Auch ein leichtes, hopfenbetontes Craft-Bier passt ausgezeichnet zur knusprigen Textur. Für einen sommerlichen Touch empfiehlt sich eine Hugo-Variante mit Holunderblütensirup, Prosecco und Minze, wobei der Prosecco natürlich durch eine alkoholfreie Variante ersetzt werden kann.

Zusätzliche Info

Die Aubergine, auch Melanzani oder Eierfrucht genannt, stammt ursprünglich aus Indien und wurde bereits vor über 4000 Jahren kultiviert. Über den arabischen Raum gelangte sie im Mittelalter nach Europa, wo sie zunächst in Spanien und Italien heimisch wurde. Heute ist die Aubergine aus der mediterranen und asiatischen Küche nicht mehr wegzudenken. Das violette Gemüse enthält nur etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm und ist reich an Ballaststoffen, Kalium und Antioxidantien. Besonders der sekundäre Pflanzenstoff Nasunin, der für die violette Farbe verantwortlich ist, wirkt zellschützend. Die Zubereitung im Airfryer ist eine moderne Technik, die erst in den letzten Jahren populär wurde. Sie kombiniert die Vorteile des Frittierens mit denen des Backens und reduziert dabei den Fettgehalt um bis zu 80 Prozent. Das macht diese Zubereitungsmethode besonders attraktiv für gesundheitsbewusste Genießer. In der veganen Küche hat sich die Aubergine als vielseitiger Fleischersatz etabliert, da ihre feste Konsistenz und ihr neutraler Geschmack sie zum idealen Träger für verschiedenste Gewürze und Marinaden machen.

Drucken