Der Käsekuchen aus dem Airfryer erobert die deutschen Küchen im Sturm. Dieses kompakte Küchengerät ermöglicht es, einen cremigen Käsekuchen mit perfekter Konsistenz zu backen, ohne den großen Backofen anzuheizen. Der entscheidende Trick liegt im Boden: eine knusprige Basis, die nicht durchweicht, kombiniert mit einer samtigen Quarkmasse. In nur wenigen Schritten entsteht ein Dessert-Klassiker, der Tradition und moderne Kochtechnik vereint. Die Zubereitung im Airfryer verkürzt die Backzeit erheblich und spart Energie. Mit den richtigen Handgriffen gelingt dieser Kuchen selbst Anfängern mühelos.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung der Springform
Die Springform mit 18 cm Durchmesser gründlich mit Butter einfetten. Anschließend den Boden mit Backpapier auslegen, damit sich der Kuchen später problemlos lösen lässt. Dieser Schritt verhindert, dass der cremige Boden am Metall kleben bleibt. Die vorbereitete Form beiseite stellen.
2. Herstellung des knusprigen Bodens
Die Butterkekse in einen verschließbaren Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz fein zerbröseln. Das Zerbröseln bedeutet, die Kekse in kleine, gleichmäßige Krümel zu verwandeln. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen oder in der Mikrowelle erwärmen. Die geschmolzene Butter zu den Keksbröseln geben und gründlich vermischen, bis eine feuchte, sandige Masse entsteht. Diese Mischung gleichmäßig in der vorbereiteten Springform verteilen und mit einem Löffelrücken oder den Fingern fest andrücken. Der Boden muss kompakt sein, damit er nicht zerfällt.
3. Zubereitung der Quarkmasse
In einer großen Rührschüssel den Quark mit dem Zucker und Vanillezucker verrühren. Mit einem Handmixer auf mittlerer Stufe etwa 2 Minuten schlagen, bis die Masse glatt und cremig wird. Die Eier einzeln hinzufügen und nach jedem Ei gut unterrühren. Das einzelne Hinzufügen sorgt für eine bessere Bindung der Zutaten. Die Speisestärke und eine Prise Salz einrühren. Speisestärke stabilisiert die Masse und verhindert, dass sie beim Backen zu flüssig wird. Zum Schluss die Sahne und den Zitronensaft unterrühren. Der Zitronensaft verleiht dem Käsekuchen die typische frische Note und hebt den Geschmack.
4. Füllung der Form
Die vorbereitete Quarkmasse vorsichtig auf den Keksboden gießen. Mit einem Teigschaber die Oberfläche glatt streichen. Dabei darauf achten, dass die Masse gleichmäßig verteilt ist, damit der Kuchen später eine ebene Oberfläche erhält. Leichte Klopfbewegungen auf die Arbeitsfläche helfen, eventuelle Luftblasen zu entfernen.
5. Backen im Airfryer
Den Airfryer auf 150 Grad Celsius vorheizen. Das Vorheizen sorgt für eine gleichmäßige Temperatur von Beginn an. Die gefüllte Springform vorsichtig in den Airfryer-Korb stellen. Bei 150 Grad etwa 30 bis 35 Minuten backen. Nach 20 Minuten einmal kontrollieren: Falls die Oberfläche zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Der Kuchen ist fertig, wenn die Mitte noch leicht wackelt, aber nicht mehr flüssig ist. Die Restwärme lässt den Kuchen nachgaren.
6. Abkühlen und Ruhezeit
Nach dem Backen den Käsekuchen im ausgeschalteten Airfryer etwa 10 Minuten ruhen lassen. Dann die Form herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Dieser Schritt dauert mindestens 2 Stunden bei Raumtemperatur. Für das beste Ergebnis den Kuchen anschließend mindestens 3 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Die Kühlung macht die Konsistenz noch cremiger und intensiviert den Geschmack.
Tipp vom Chefkoch
Der entscheidende Trick für einen cremigen Boden liegt in der richtigen Buttermenge: zu wenig Butter lässt den Keksboden trocken und bröselig werden, zu viel macht ihn matschig. Das ideale Verhältnis beträgt 40 g Butter pro 100 g Kekse. Außerdem sollte die Quarkmasse Zimmertemperatur haben, bevor sie verarbeitet wird, damit sie sich besser verbindet und keine Klümpchen bildet. Ein weiterer Profi-Tipp: den fertigen Kuchen über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, dadurch entwickelt sich das volle Aroma und die Konsistenz wird noch samtiger.
Passende Getränke zum Käsekuchen
Zum klassischen Käsekuchen passt hervorragend ein frisch gebrühter Filterkaffee oder ein milder Cappuccino. Die leichte Bitterkeit des Kaffees harmoniert perfekt mit der Süße und Cremigkeit des Kuchens. Für Teeliebhaber eignet sich ein Earl Grey mit seiner zitrusartigen Note, die die Frische des Zitronensafts im Kuchen aufgreift. Kinder freuen sich über einen Kakao oder eine Vanillemilch. An warmen Tagen bietet sich auch ein eisgekühlter Eiskaffee oder ein Holunderblütensirup mit Sprudelwasser an, der die süße Komponente ergänzt, ohne zu dominieren.
Wissenswertes über den Käsekuchen
Der Käsekuchen gehört zu den ältesten Backwaren Europas und hat seine Wurzeln bereits in der Antike. Die römische Version wurde mit Honig und Lorbeerblättern verfeinert. In Deutschland entwickelte sich die Quarkvariante, die heute als typisch deutsch gilt. Besonders in Ostdeutschland ist der Käsekuchen mit Rosinen beliebt. Die Verwendung von Quark statt Frischkäse macht den deutschen Käsekuchen leichter und weniger fettig als etwa den amerikanischen Cheesecake. Der Airfryer revolutioniert die Zubereitung dieses Klassikers: durch die zirkulierende Heißluft wird der Kuchen gleichmäßiger gebacken und die Backzeit reduziert sich um etwa ein Drittel im Vergleich zum herkömmlichen Backofen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch erheblich Energie.



