Falafel aus dem Airfryer: Knusprig ohne Frittieren und fertig in 12 Minuten

Falafel aus dem Airfryer: Knusprig ohne Frittieren und fertig in 12 Minuten

Die Zeiten, in denen Falafel zwingend in heißem Öl schwimmen mussten, sind vorbei. Mit dem Airfryer gelingen die knusprigen Kichererbsenbällchen aus dem Nahen Osten in nur 12 Minuten – und das ohne einen Tropfen Frittieröl. Diese moderne Zubereitungsmethode reduziert nicht nur den Fettgehalt erheblich, sondern spart auch Zeit und Aufwand in der Küche. Falafel aus dem Heißluftfritteuse sind außen herrlich kross, innen saftig-würzig und stehen der traditionellen Variante in nichts nach. Ob als Hauptgericht mit frischem Salat, in der Pita-Tasche oder als proteinreiche Beilage – diese Kichererbsenbällchen überzeugen durch ihre Vielseitigkeit. Die Zubereitung ist überraschend unkompliziert und selbst Kochanfänger erzielen damit garantiert ein gelungenes Ergebnis. Wer bisher vor der Zubereitung zurückschreckte, weil das Frittieren zu aufwendig erschien, findet hier die perfekte Lösung. Der Airfryer macht aus einem vermeintlich komplizierten Gericht eine alltagstaugliche Delikatesse, die sich problemlos in den Speiseplan integrieren lässt.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Kichererbsen vorbereiten

Die getrockneten Kichererbsen müssen mindestens 12 Stunden oder über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen. Dieser Schritt ist absolut entscheidend für die richtige Konsistenz der Falafel. Nach dem Einweichen die Kichererbsen gründlich abspülen und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Sie sollten nun deutlich größer und weicher sein, aber noch nicht gekocht. Das ist wichtig zu verstehen: Für Falafel verwendet man eingeweichte, aber rohe Kichererbsen, keine gekochten aus der Dose.

2. Masse herstellen

Die abgetropften Kichererbsen zusammen mit der grob gehackten Zwiebel und den Knoblauchzehen in die Küchenmaschine geben. Die getrocknete Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer hinzufügen. Nun alles zu einer groben, krümeligen Masse verarbeiten – nicht zu einem glatten Püree. Die Konsistenz sollte an feuchten Sand erinnern, der sich gut formen lässt. Wenn die Masse zu trocken erscheint, einen Esslöffel Wasser hinzufügen. Ist sie zu feucht, etwas Mehl unterrühren. Das Backpulver und das Mehl einarbeiten und die Masse für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Diese Ruhezeit macht die Masse formstabiler.

3. Falafel formen

Mit leicht angefeuchteten Händen aus der Masse etwa 16 gleichmäßige Bällchen formen. Jeder Falafel sollte ungefähr die Größe einer Walnuss haben. Achtet darauf, die Bällchen fest zusammenzudrücken, damit sie beim Garen nicht auseinanderfallen. Ihr könnt auch einen Eisportionierer verwenden, um gleichmäßige Größen zu erhalten. Legt die geformten Falafel auf einen Teller und besprüht sie rundherum leicht mit Olivenöl-Spray. Dieses dünne Ölfilm sorgt für die begehrte Knusprigkeit im Airfryer.

4. Im Airfryer garen

Den Airfryer auf 180 Grad Celsius vorheizen. Die Falafel-Bällchen in den Korb legen, dabei darauf achten, dass sie sich nicht berühren und genügend Platz für die Luftzirkulation bleibt. Je nach Größe eures Airfryers müsst ihr eventuell in zwei Durchgängen arbeiten. Die Falafel nun 12 Minuten lang garen. Nach 6 Minuten den Korb einmal herausziehen und die Falafel vorsichtig wenden, damit sie von allen Seiten gleichmäßig bräunen. Nach weiteren 6 Minuten sollten sie außen goldbraun und knusprig sein. Um die Knusprigkeit zu testen, könnt ihr vorsichtig mit einem Holzlöffel gegen einen Falafel klopfen – er sollte sich fest anfühlen.

5. Fertigstellen und servieren

Die fertigen Falafel aus dem Airfryer nehmen und auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller kurz abtropfen lassen. Sie sind nun außen herrlich kross und innen saftig. Serviert sie am besten sofort, solange sie noch warm sind. Falafel schmecken hervorragend mit Tahini-Sauce (eine cremige Paste aus Sesam), Hummus, frischem Salat, Tomatenwürfeln, Gurkenscheiben und eingelegten Zwiebeln. In eine aufgeschnittene Pita-Tasche gefüllt ergeben sie ein vollständiges, sättigendes Gericht. Ihr könnt sie auch als Beilage zu Reis oder Couscous reichen.

Martijn

Tipp vom Chefkoch

Der Erfolg von Falafel hängt maßgeblich von der richtigen Konsistenz der Masse ab. Sie darf weder zu nass noch zu trocken sein. Ein einfacher Test: Formt einen Probeball und drückt ihn zusammen. Hält er gut zusammen ohne zu zerfallen und ohne dass Flüssigkeit austritt, ist die Konsistenz perfekt. Falls die Falafel beim ersten Versuch auseinanderfallen, einfach noch einen Esslöffel Mehl in die Masse einarbeiten. Umgekehrt gilt: Ist die Masse zu fest und lässt sich schwer formen, hilft ein Spritzer Wasser. Die Ruhezeit im Kühlschrank solltet ihr nicht überspringen – sie macht die Masse deutlich formstabiler und verbessert das Endergebnis erheblich. Ein weiterer Profi-Tipp: Bereitet ruhig die doppelte Menge vor und friert die rohen, geformten Falafel ein. Sie lassen sich direkt aus dem Gefrierschrank im Airfryer zubereiten, benötigen dann allerdings 2-3 Minuten länger Garzeit.

Passende Getränke zu Falafel

Zu den würzigen Falafel passen leichte, frische Getränke am besten. Ein gekühlter Minztee ist die klassische Begleitung aus der orientalischen Küche und erfrischt den Gaumen zwischen den Bissen. Wer Wein bevorzugt, greift zu einem trockenen Weißwein wie einem Sauvignon Blanc oder einem Grünen Veltliner – ihre Frische harmoniert wunderbar mit den Gewürzen. Auch ein leichter Rosé aus der Provence passt hervorragend. Für Bierliebhaber empfiehlt sich ein helles, nicht zu hopfenbetontes Lagerbier oder ein Weizenbier. Alkoholfreie Alternativen sind Ayran (ein salziges Joghurtgetränk), frisch gepresster Orangensaft oder ein selbstgemachter Ingwer-Zitronen-Eistee. Diese Getränke ergänzen die intensive Würze der Falafel, ohne sie zu überlagern.

Zusätzliche Info

Falafel gehören zu den bekanntesten Gerichten der levantinischen Küche und sind heute weltweit beliebt. Der Ursprung wird sowohl in Ägypten als auch in Palästina verortet, wobei die genaue Herkunft historisch umstritten bleibt. Traditionell wurden Falafel aus Ackerbohnen zubereitet, während heute meist Kichererbsen verwendet werden. In Israel und Palästina gelten sie als Nationalgericht und werden traditionell zum Frühstück oder als Streetfood gegessen. Die Zubereitung im Airfryer ist eine moderne Interpretation, die den gesundheitlichen Aspekt in den Vordergrund stellt: Während klassisch frittierte Falafel bis zu 30 Prozent Fett enthalten können, reduziert sich dieser Wert bei der Heißluft-Methode auf etwa 5 Prozent. Ernährungsphysiologisch sind Falafel wahre Kraftpakete: Sie liefern hochwertiges pflanzliches Protein, Ballaststoffe, Eisen und B-Vitamine. Als veganes Gericht sind sie zudem eine ausgezeichnete Proteinquelle für Menschen, die auf tierische Produkte verzichten. Die Gewürzmischung aus Kreuzkümmel und Koriander ist nicht nur geschmacklich wichtig, sondern unterstützt auch die Verdauung.

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