Eiweißbrot selber backen: Dieses Rezept hat dreimal so viel Protein wie normales Brot

Eiweißbrot selber backen: Dieses Rezept hat dreimal so viel Protein wie normales Brot

In einer Zeit, in der proteinreiche Ernährung immer mehr an Bedeutung gewinnt, revolutioniert das Eiweißbrot die heimische Backstube. Mit dreimal so viel Protein wie herkömmliches Weizenbrot bietet dieses spezielle Brot eine nährstoffreiche Alternative für Sportler, Gesundheitsbewusste und alle, die ihre Proteinzufuhr auf natürliche Weise steigern möchten. Während klassisches Brot hauptsächlich aus Kohlenhydraten besteht, setzt das Eiweißbrot auf eine clevere Kombination aus Nüssen, Samen und speziellen Mehlen. Das Ergebnis ist ein saftiges, aromatisches Brot mit dichter Krume und nussigem Geschmack, das lange sättigt und den Blutzuckerspiegel stabil hält. Diese Rezeptur liefert pro Scheibe etwa 8 bis 10 Gramm Protein – ein beeindruckender Wert, der herkömmliches Brot weit übertrifft.

20

60

mittel

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der trockenen Zutaten

Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Brot von Anfang an die richtige Temperatur bekommt. Geben Sie in eine große Rührschüssel die gemahlenen Mandeln, gemahlenen Haselnüsse, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Weizenkleber und Flohsamenschalen. Der Weizenkleber, auch Gluten genannt, ist ein Weizenprotein, das dem Brot Struktur und Elastizität verleiht. Die Flohsamenschalen sind Ballaststoffe, die Wasser binden und für eine gute Konsistenz sorgen. Fügen Sie das Backpulver und das Salz hinzu. Vermischen Sie alle trockenen Zutaten gründlich mit einem Löffel, damit sie gleichmäßig verteilt sind. Diese Mischung bildet die proteinreiche Grundlage Ihres Brotes.

2. Zusammenführung der feuchten Zutaten

In einem separaten Gefäß mischen Sie das lauwarme Wasser mit dem Apfelessig und dem Olivenöl. Der Essig hilft dabei, das Brot besser aufgehen zu lassen und verleiht ihm eine angenehme Note. Das Olivenöl sorgt für Saftigkeit und gesunde Fettsäuren. Gießen Sie diese Flüssigkeitsmischung zu den trockenen Zutaten in die Rührschüssel. Nun kommt der wichtige Teil: Rühren Sie alles mit einem kräftigen Holzlöffel für etwa zwei Minuten zu einem gleichmäßigen, dickflüssigen Teig. Der Teig wird deutlich fester als ein normaler Brotteig sein, fast wie eine dicke Paste. Das ist völlig normal und gewünscht, denn die Samen und Nüsse brauchen Zeit, um die Flüssigkeit aufzunehmen.

3. Ruhezeit des Teiges

Lassen Sie den Teig nun für 10 Minuten in der Schüssel ruhen. Während dieser Zeit quellen die Flohsamenschalen und Leinsamen auf und binden die Feuchtigkeit. Sie werden beobachten, wie der Teig fester und kompakter wird. Diese Ruhephase ist entscheidend für die spätere Struktur des Brotes. Nutzen Sie diese Zeit, um Ihre Kastenform vorzubereiten: Legen Sie sie mit Backpapier aus oder fetten Sie sie gründlich ein. Eine Kastenform mit den Maßen etwa 25 cm Länge ist ideal für diese Teigmenge.

4. Füllung der Backform

Nach der Ruhezeit füllen Sie den Teig in die vorbereitete Kastenform. Verwenden Sie einen Teigschaber oder einen angefeuchteten Löffel, um den Teig gleichmäßig zu verteilen und die Oberfläche glatt zu streichen. Achten Sie darauf, dass der Teig bis in die Ecken der Form reicht. Bestreuen Sie die Oberfläche großzügig mit Sesam. Dies gibt dem Brot nicht nur eine schöne Optik, sondern auch zusätzlichen Geschmack und noch mehr Nährstoffe. Drücken Sie den Sesam leicht an, damit er gut haftet.

5. Backvorgang

Schieben Sie die Form in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backen Sie das Eiweißbrot für etwa 60 Minuten. Nach 45 Minuten können Sie mit der Stäbchenprobe testen, ob das Brot durchgebacken ist: Stechen Sie mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Brotes. Bleibt kein Teig mehr daran haften, ist das Brot fertig. Falls doch, verlängern Sie die Backzeit um 10 bis 15 Minuten. Das Brot sollte eine goldbraune Farbe haben und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen. Dieser hohle Klang ist ein sicheres Zeichen für ein gut durchgebackenes Brot.

6. Abkühlen und Aufbewahrung

Nehmen Sie das fertige Brot aus dem Ofen und lassen Sie es in der Form für etwa 10 Minuten abkühlen. Dann stürzen Sie es vorsichtig auf ein Kuchengitter und lassen es vollständig auskühlen. Dieser Schritt ist wichtig, denn wenn Sie das Brot zu früh anschneiden, kann es in der Mitte noch feucht sein und zusammenfallen. Das vollständige Auskühlen dauert etwa eine Stunde. Erst dann entwickelt das Brot seine perfekte Konsistenz und lässt sich gut schneiden. Bewahren Sie das Eiweißbrot in einem Brotkasten oder in einem Baumwollbeutel auf. Es hält sich etwa 5 bis 7 Tage frisch. Sie können es auch in Scheiben schneiden und einfrieren, dann haben Sie immer proteinreiches Brot zur Hand.

Martijn

Tipp vom Chefkoch

Für eine noch knusprigere Kruste stellen Sie eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden des Backofens. Der entstehende Wasserdampf sorgt für eine professionelle Bäckerkruste. Wenn Sie das Brot besonders nussig mögen, rösten Sie die Sonnenblumen- und Kürbiskerne vor der Verarbeitung kurz in einer Pfanne ohne Fett an. Das intensiviert den Geschmack deutlich. Experimentieren Sie auch mit verschiedenen Nüssen: Walnüsse, Cashews oder Pekannüsse funktionieren ebenfalls hervorragend. Achten Sie beim Schneiden darauf, ein scharfes Brotmesser zu verwenden, da die Samen und Nüsse das Brot sehr fest machen.

Passende Getränke zum Eiweißbrot

Zum Eiweißbrot passen verschiedene Getränke je nach Belag. Zum Frühstück harmoniert es wunderbar mit einem Proteinshake, einem frisch gepressten Orangensaft oder einem kräftigen Kaffee. Mittags mit herzhaftem Belag wie Käse oder Aufschnitt empfiehlt sich ein Buttermilch-Drink oder ein leichter Kräutertee. Abends zu Suppen oder Salaten passt ein stilles Mineralwasser mit einer Zitronenscheibe. Die neutrale Note des Brotes macht es zu einem vielseitigen Begleiter, der sich verschiedensten Getränken anpasst.

Zusätzliche Info

Das Eiweißbrot hat seine Wurzeln in der modernen Ernährungswissenschaft und der Low-Carb-Bewegung, die in den 2000er Jahren an Popularität gewann. Ursprünglich wurde es für Diabetiker entwickelt, da es den Blutzuckerspiegel kaum beeinflusst. Der hohe Proteingehalt stammt hauptsächlich aus dem Weizenkleber, der zu etwa 75 Prozent aus Protein besteht. In Kombination mit den Nüssen und Samen erreicht dieses Brot einen Proteinanteil von 25 bis 30 Prozent, während normales Weizenbrot nur etwa 8 Prozent enthält. Besonders in Deutschland und Österreich hat sich das Eiweißbrot als fester Bestandteil der Fitnessernährung etabliert. Es liefert alle essentiellen Aminosäuren und eignet sich hervorragend für Sportler, die Muskeln aufbauen möchten, aber auch für Menschen, die einfach länger satt bleiben wollen.

Drucken